Nahrungsergänzungen - Wann es Sinn macht zu ergänzen

Nahrungsergänzungen – Wann es Sinn macht zu ergänzen

Sind Nahrungsergänzungen sinnvoll, ja oder nein? Hier scheiden sich nach wie vor die Geister. Hätte man mich vor 3 Jahren gefragt, hätte ich ganz klar nein gesagt. Vor allem, weil ich zu denen gehört habe, die sich laut eigener Aussage ausgewogen und gesund ernähren. Wozu dann noch diese Kapseln und Pulver und Zeugs? Fragst Du mich heute, sage ich Ja, wenn…! Wie es dazu gekommen ist, dass ich meine Meinung im Laufe der Jahre geändert habe, erkläre ich Dir gerne in diesem Beitrag.  Aber zuerst noch eine Frage vorweg:

„Was sind überhaupt Nahrungsergänzungsmittel?“

Fast jeder hat sie schon mal in der Apotheke oder im Drogeriemarkt gesehen. Es gibt sie in den verschiedensten Darreichungsformen, wie Pulver, Tabletten oder Kapseln. Doch was beinhalten sie eigentlich und wofür soll das gut sein?
Nahrungsergänzungen beinhalten in erster Linie essentielle Mikronährstoffe. Dazu zählen u.a. Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Antioxidantien, Aminosäuren und Omega 3 Fettsäuren. Diese Mikronährstoffe benötigt unser Körper, um unsere Stoffwechselfunktionen aufrecht zu erhalten. Man könnte sagen, dass Mikronährstoffe die Bausteine unseres Körpers bilden. Hierzu ein Beispiel:

Stell Dir vor, vor deinem Haus steht Dein neues Traumauto, auf das Du lange hin gespart und für das Du den ein oder anderen Urlaub hinten angestellt hast. Es ist also von ganz besonderem Wert für Dich. Frage: „Würdest Du nun hingehen und Dein neues Traumauto mit billigem Heizöl betanken? Was auf Dauer zur Folge haben würde, dass der Motor kaputt geht und Dein Traumauto nur noch nett anzuschauen ist.“ 
Ich greife die Antwort einfach mal vorweg, vermutlich nicht. Du würdest Dein Auto nur mit dem betanken für das es gemacht wurde. Und das gilt sowohl für den Sprit, als auch für das Öl. 

Genauso verhält es sich mit unserem Körper (=Auto) und den Mikronährstoffen (=Sprit/Öl). Unser Körper ist auf Mikronährstoffe angewiesen, um auf Dauer voll funktions- bzw. leistungsfähig zu bleiben. Und so ’schlimm‘ es für viele auch sein mag, Mikronährstoffe bekommen wir nunmal nicht aus Brot und Pasta und Schokolade, sondern aus Gemüse, Obst, Nüssen, Fisch, etc. oder eben aus hochwertigen Nahrungsergänzungen. Das ist Fakt.

Was viele Menschen oft missverstehen, ist das Nahrungsergänzungen unsere Ernährung ergänzen und nicht ersetzen sollen. Das verrät eigentlich auch schon der Name NahrungsERGÄNZUNG. Eine gesunde und vielfältige Ernährung ist für mich das A und O. Sie bildet die Basis, das bedeutet für mich 80% unserer Ernährung und ist mit Voraussetzung für einen gesunden Lebensstil. Dazu zählen für mich vor allem viel Gemüse und Früchte (Beeren), Nüsse, Kerne, Fisch und Fleisch aus kontrolliert ökologisch und biologischem Anbau und natürlich ausreichend Flüssigkeit in Form von Wasser. Die restlichen 20% dürfen gerne mit den Dingen gefüllt werden, nach denen Dir gerade ist.

Bevor wir uns die Gründe für eine ergänzte Ernährung ansehen, hier noch…

…die wichtigsten Kriterien für hochwertige Nahrungsergänzungspräparate:

  • hochwertige Präparate werden aus natürlichen Quellen gewonnen und nicht im Labor synthetisch hergestellt
  • der Hersteller setzt auf Naturnähe, dass bedeutet das sich ein Produkt immer aus mehreren natürlichen Stoffen zusammensetzt, um die größtmögliche Synnergie zu erzeugen und so nah an der Natur, wie nur möglich zu bleiben.
    Ein Beispiel: Ein Apfel besteht nicht nur aus Vitamin C, sondern aus über 30 Mineralstoffe und Spurenelemente und weiteren Vitaminen. Und genau diese ’naturnahe‘ Zusammensetzung sollte auch ein gutes Nahrungsergänzungspräparat vorweisen. Monopräparate kommen in ihrer Zusammensetzung so in der Natur nicht vor und können deshalb auch nur schwer von unserem Körper aufgenommen und verwertet werden.
  • idealerweise werden so wenig synthetische Füllstoffe, wie möglich verwendet und im Gegenzug so viele Pflanzenstoffe integriert, um die Aufnahme von Vitaminen, Mineralien etc. in der Zelle zu gewährleisten
  • hochwertige Nahrungsergänzungen sind darüber hinaus kaltgepresst und schadstofffrei, heißt frei von Pestiziden und Herbiziden und damit hochwertiger, als Biosiegel

 

Schauen wir uns nun einmal genauer an, wann es sinnvoll ist Deine Ernährung mit hochwertigen Nahrungsergänzungen zu optimieren. Für mich sind dabei drei Punkte von entscheidender Bedeutung:

  1. Was essen wir realistisch?
  2. Der Nährstoffgehalt in unseren Lebensmitteln ist gesunken
  3. Der Nährstoffbedarf unseres Körpers ist gestiegen

1. Was essen wir realistisch?

Die durchschnittlich empfohlene Menge von Gemüse und Obst liegt bei 7-9 Portionen pro Tag. Frisch vom Bauern des Vertrauens, ohne Pestizide und Herbizide, quer durch den Regenbogen, dass heißt am besten von jeder Farbe etwas, ohne lange Lagerungszeiten und schonend verarbeitet. Mal abgesehen davon, dass die meisten Menschen – mich eingeschlossen – erst gar nicht in den Genuss solcher Lebensmittel kommen, wer bitte schafft es jeden Tag 7-9 Portionen frisches Gemüse und Obst zu essen? Tatsächlich erreicht überhaupt nur 1 von 10 Deutschen den täglichen Mindestbedarf an Gemüse und Obst. Hinzu kommt dann noch die Tatsache, dass viele zu viel Zucker bzw. zuckerhaltige Nahrungsmittel und falsche Fette (siehe hierzu meinen Fett-Guide Teil 1-5) zu sich nehmen und das Chaos ist perfekt. Man könnte sagen, dass unsere heutige Ernährungsweise uns durch das Ungleichgewicht an zu wenig Gemüse, Obst etc. und zu viel Zucker, schlechte Fette, etc. sogar noch Nährstoffe raubt.
Hier ein Auszug aus der Nationalen Verzehrstudie II, welche sich mit Kernfragen wie „Sind wir in Deutschland, durch unsere durchschnittliche moderne Ernährung, ausreichend mit Nährstoffen versorgt?“ beschäftigt.

Teilnehmer welche die empfohlene Tageszufuhr nicht erreichen:

2. Der Nährstoffgehalt in unseren Lebensmitteln ist gesunken

„Meine Großeltern brauchten auch keine Nahrungsergänzungen, um alt zu werden.“ Eines meiner Lieblingszitate. Deine Großeltern hatten vielleicht auch noch das große Glück in einer Zeit gelebt zu haben, in der unsere Lebensmittel noch einen Nährstoffgehalt hatten, der vollkommen ausreichend war, um seinen Körper optimal zu versorgen. Fakt ist nämlich, dass der Nährstoffgehalt in den letzten Jahrzehnten rapide gesunken ist.

Vitamin- und Mineralstoffgehalt am Beispiel der Tomate

19542003Veränderung
Natrium1255-96%
Kalium315235-25%
Magnesium5111-88%
Calcium4310-87%
Kupfer6059-2%
Riboflavin20019-90%
Thiamin12037-69%
Niacin650595-8%
Vitamin C5013-74%
Vitamin A55042-92%
Vitamin E(1.200)540-55%

(g, mg, µg auf 100g essbaren Anteil)

Und dazu tragen wir einen großen Teil zu bei. Mal ehrlich, wir sind im Laufe der Jahre so sehr verwöhnt worden, zu jeder Jahres- und Tageszeit all das zu bekommen, wonach uns gerade ist, dass wir den Bezug zur Realität gänzlich verloren haben. Erdbeeren an Weihnachten, im Ernst jetzt? Wir sind zu einer Konsumgesellschaft mutiert, die sich keine Gedanken mehr darüber macht, ob es richtig ist beispielsweise im Winter nach Erdbeeren zu verlangen. Das Problem ist, dass es sich nicht nur mit Erdbeeren so verhält.

Es wird produziert und produziert und produziert und das in Masse und meist ohne Rücksicht auf Richtlinien. Da das regional natürlich nicht abgedeckt werden kann, wird das Meiste fleißig importiert. Was das konkret bedeutet, liegt auf der Hand. Vorzeitige Ernten, unreife Früchte, lange Transportwege und noch längere Lagerungszeiten. Hinzu kommt der Einsatz von Pestiziden und Herbiziden.

Selbst ein ‚regionaler‘ Apfel zum Beispiel wird nicht nur vorzeitig geerntet, was bedeutet, dass er seinen vollen Nährstoffgehalt gar nicht erst entwickeln kann, sondern teilweise bis zu drei Jahren (!) in Kühlhäusern gelagert bis er Dir im Supermarkt frisch poliert und hochglänzend präsentiert wird. Studien haben gezeigt, dass ein Apfel in den ersten 6 Wochen nach seiner Ernte bereits 60% seines Vitamin C-Gehalts verliert. Ich denke, ich brauche Dir nicht erklären, wieviele Nährstoffe er wohl noch beinhaltet, wenn er bei Dir in der Obstschale landet. Das Problem ist, man sieht den Lebensmitteln ihren Nährstoffgehalt nicht an. Und da die Meisten nach Optik, Preis und Geschmack gehen, wird fleißig weiter gekauft.
Gleiches gilt selbstverständlich auch für unnatürlich gehaltene Tiere.

 

Der Nährstoffbedarf unseres Körpers ist gestiegen

Nicht nur der Nährstoffverlust unserer Lebensmittel hat Einfluss auf unsere Gesundheit, auch natürliche und unnatürliche Belastungen können sich negativ auf unseren Körper auswirken und fordern einen erhöhten Nährstoffbedarf, insbesondere an Antioxidantien. Vor allem dann, wenn zu viele zusätzliche freie Radikale und Entzündungen entstehen und im Gegenzug zu wenig Antioxidantien zur Abwehr bereit stehen. Hierauf bin ich bereits in meinem Artikel „Cholesterin und der Einfluss unserer Ernährung“ unter dem Thema „Freie Radikale“ und „Antioxidantien“ eingegangen. Ich möchte es hier aber noch einmal erläutern.

Was genau versteht man unter natürlichen und unnatürlichen Belastungen? 

Zu den natürlichen Belastungen zählen zum Beispiel die körpereigene Energieproduktion oder der Sauerstofftransport. Aber auch Sport oder eine Grippe sind diesen zuzuordnen. Bei einer Grippe werden zusätzliche freie Radikale produziert. Dies kann erst einmal sehr vorteilhaft für den Körper sein, da die Abwehrzellen des Immunsystems angeregt werden die Krankheitserreger zu bekämpfen. Befinden sich jedoch zu viele freie Radikale und im Gegenzug zu wenig Antioxidantien in unseren Körperzellen, kommt es zu Oxidationsprozessen und unsere Zellen werden angegriffen. 

Damit nicht genug. Denn neben den natürlichen, haben wir noch einen viel höheren Anteil an unnatürlichen Belastungen. Der Belastungsfaktor Nummer 1 in der heutigen Zeit ist Stress. Daneben gibt es aber noch zahlreiche Umweltgiften, wie Zigarettenrauch (auch passiv), Medikamente, Partydrogen, Autoabgase, Ausdünstungen von Reinigungsmitteln, chemische Nahrungszusätze, Farbzusätze, synthetische Süßstoffe und was sonst noch so in Fertigprodukten zu finden ist. Aber auch starke Sonnenbestrahlung, Radioaktivität, nieder- und hochfrequente Strahlen aller möglichen hochmodernen Geräte, wie zum Beispiel durch ein Smartphone oder ionisierende Strahlung auf Langstreckenflügen, setzen den Körper tagtäglich einem enorm hohen Strahlenbeschuss aus, der die Produktion von freien Radikalen enorm begünstigt und somit schwerste oxidative Reaktionen hervorrufen kann, wenn auch hier wieder nicht genügend Antioxidantien zur Abwehr zur Verfügung stehen.

Was genau sind Antioxidantien und worin sind sie enthalten? 

Neben unserem körpereigenen ‚Schutzschild‘ sind unsere Körperzellen bei einem Überschuss an freien Radikalen auf die Hilfe von außen, das heißt auf die Unterstützung von Antioxidantien aus der Nahrung, angewiesen. Antioxidantien sind sozusagen die Gegenspieler der freien Radikalen und haben die Fähigkeit die Körperzellen vor Oxidationsprozessen zu schützen. Sie bilden so gesehen eine externe Schutzeinrichtung. Zu den Antioxidantien zählen neben Enzymen, auch die Vitamine C, E und Beta-Carotin sowie Selen und OPC.

Fazit

Betrachtet man nun einmal diese drei Punkte, lässt sich zusammenfassend sagen, dass die meisten Menschen es einfach nicht schaffen genügend Gemüse und Obst zu essen, um auf ihren Mindestbedarf zu kommen. Hinzu kommt, dass der Nährstoffgehalt in unseren Lebensmitteln immer weiter abnimmt, unser Körper, durch die alltäglichen Belastungen, aber auf einen höheren Nährstoffbedarf angewiesen ist. Man könnte es auch eine Lose-Lose-Situation nennen. Oder man überlegt, wie man diesem Dilemma entgegenwirken kann.

Ich persönlich ergänze meine Ernährung seit mittlerweile 3 1/2 Jahren mit einer hochwertigen Basisversorgung. Auch, wenn ich mich vorher nicht schlecht gefühlt habe, hat die Entscheidung meine Ernährung zu ergänzen mich gesundheitlich auf ein anderes Level gehoben.
Nahrungsergänzungen bewirken keine Wunder, aber ich habe Gewissheit, dass mein Körper alle Nährstoffe bekommt, die er benötigt und muss kein schlechtes Gewissen haben, wenn ich es mal wieder nicht auf 7 Portionen Gemüse und Obst geschafft oder doch mal ein Stückchen Kuchen mehr als geplant gegessen habe.

Wie sagt man so schön „Mit vollem Tank fährt es sich einfach besser!“

 

 

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